Februar 7, 2010 um 8:55 am · Gespeichert unter Nietzsche ·Getaggt mit der Mensch, Philosophie, Religion
Drittes Hauptstück. Das religiöse Wesen. 61-62:
Zuletzt freilich, um solchen Religionen auch die schlimme Gegenrechnung zu machen und ihre unheimliche Gefährlichkeit ans Licht zu stellen – es bezahlt sich immer teuer und fürchterlich, wenn Religionen nicht als Züchtungs- und Erziehungsmittel in der Hand des Philosophen, sondern von sich aus und souverän walten, wenn sie selber letzte Zwecke und nicht Mittel neben andern Mitteln sein wollen. Es gibt bei dem Menschen wie bei jeder andern Tierart einen Überschuß von Mißratnen, Kranken, Entartenden, Gebrechlichen, notwendig Leidenden; die gelungnen Fälle sind auch beim Menschen immer die Ausnahme und sogar in Hinsicht darauf, daß der Mensch das noch nicht festgestellte Tier ist, die spärliche Ausnahme. Aber noch schlimmer: je höher geartet der Typus eines Menschen ist, der durch ihn dargestellt wird, um so mehr steigt noch die Unwahrscheinlichkeit, daß er gerät: das Zufällige, das Gesetz des Unsinns im gesamten Haushalte der Menschheit zeigt sich am erschrecklichsten in seiner zerstörerischen Wirkung auf die höheren Menschen, deren Lebensbedingungen fein, vielfach und schwer auszurechnen sind.
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Quelle: Zeno.org
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Januar 31, 2010 um 8:49 am · Gespeichert unter Allgemeines ·Getaggt mit Bewusstsein, Sein, Wachheit
- Wachheit als Aktivität, die außerhalb der Welt führt (Seinswachheit, Selbsterinnerung)
- Wachhheit als auf die Welt gerichtete Aktivität (Reizwachheit)
- Wachheit als innerhalb der Welt stattfindenden Aktivität (automatische Wachheit, die eigentlich keine Wachheit mehr ist)
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Dezember 28, 2009 um 4:25 pm · Gespeichert unter Allgemeines ·Getaggt mit Friedrich Nietzsche, Opfer, Philosophie, Thomas Mann
Daß Philosophie nicht kalte Abstraktion, sondern Erleben, Erleiden und Opfertat für die Menschheit ist, war Nietzsches Wissen und Beispiel. Er ist dabei zu den Firnen grotesken Irrtums emporgetrieben worden, aber die Zukunft war in Wahrheit das Land seiner Liebe, und den Kommenden, wie uns, deren Jugend ihm Unendliches dankt, wird er als eine Gestalt von zarter und ehrwürdiger Tragik, umlohnt vom Wetterleuchten dieser Zeitenwende, vor Augen stehen.
Thomas Mann
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März 24, 2009 um 7:36 pm · Gespeichert unter Kaballah ·Getaggt mit Dualität, Egoismus, Geschöpf, Gott, Kaballah, Schöpfung, spirituelle Lehre
was heute hängen blieb, überwiegend in eigenen Worten:
- Gott, der als Licht „wirkt“, hat nur ein Geschöpf geschaffen, von dem alle anderen Geschöpfe praktisch so eine Art „Teilglied“ sind.
- Gott, als Licht, kann nur geben. Wir, als Gefäße, können nur empfangen.
- Es gibt gewissermaßen einen falschen und einen richtigen Egoismus. Grundsätzlich können wir gar nicht anders als egoistisch zu sein. Wir sind immer „egoistisch“, ganz unausweichlich und in jedem Moment. Dieses grundsätzliche Verlangen ist ein Naturgesetz. Einen Unterschied macht aber die Absicht, die sich parallel dazu entweder auf das Geben oder Nehmen ausrichten kann. Wir können nehmen wollen, um zu nehmen, oder wir können nehmen wollen, um zu geben. (Der einzige Geber ist Gott.)
- Die Unterscheidung zwischen materieller und spiritueller Welt ist wesentlicher Bestandteil der Lehre. Die Entwicklungsstufen in der spirituellen lassen sich in 125 Stufen unterteilen.
[Wie hieß nochmal die Schwelle zwischen materieller und spiritueller Welt?]
- Drei Dinge seien nötig, um zum Licht hin aufzusteigen: 1. Studium der richtigen Schriften 2. Einen Lehrer 3. Eine Gruppe.
- Kaballah ist die Lehre von der Schöpfung im spirituellen, für uns „unsichtbaren“ Bereich.
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März 15, 2009 um 9:18 pm · Gespeichert unter Allgemeines ·Getaggt mit Freundlichkeit, Liebe, Religion
Man sollte im religiösen Kontext „Liebe“ häufig einfach durch „Freundlichkeit“ ersetzen und man wäre viel näher an der Wahrheit dran.
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März 13, 2009 um 11:29 pm · Gespeichert unter Thesen und Wiederholungen ·Getaggt mit Angst vor Vergessen, Denken, Fühlen, Gefühl, Wissen
Endlich verstehe ich diese quälende Gefühl, diese quälende Leidenschaft, doch unbedingt noch etwas ausdrücken zu wollen, noch etwas sagen zu wollen, bevor man weitergeht und sich mit etwas anderem beschäftigt…
Ich verstehe, wie es existieren kann parallel zu dem gefühlten Wissen, dass für das Leben im Grunde doch kein spezielles Wissen notwendig ist: Es entsteht immer nur im Kontext eines Denkpfads. Das fehlende Element, das nicht vergessen werden darf, hat nur dort seinen Platz. Im Gefühl verbleiben tut aber der Eindruck des vergangenen Denk-Moments.
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